Gemeindezentrum

Gemeindezentrum

 

Im Oktober 2000 konnte das neue Gemeindezentrum an der Ecke Plabennecstraße - Dietrich-Bonhoeffer-Str. eingeweiht werden. Die Auferstehungskirche (mit Pultdach) ist nach Osten ausgerichtet, nach Westen schließen sich die Gemeinderäume an. Im Winkel zum Gemeindebau steht das Pfarrhaus mit Pfarramt. Der Glockenträger rundet den Kirchplatz optisch ab.

Baukonzept

Pfarrhaus Ansaugschacht

 

 

 

 

 

 

 

Wir wollten eine Kirche bauen und dabei die Schöpfung bewahren. Deshalb wurden beim Bau weitgehend heimische Materialien verwendet, vor allem Holz, oder ein Steinfußboden aus Grüntenstein.

Energie

Um den Energiebedarf niedrig zu halten, wurde das Gebäude sehr stark isoliert, der Wärmebedarf liegt bei ca. 40% der im Jahr 2000 gültigen Wärmeschutzverordnung. Beheizt wird das Gebäude mit Warmluft, die Räume mit ihren leichten Holzwänden können auf diese Weise schnell erwärmt werden. Die Zuluft wird durch einen 100 Meter langen Erdkanal angesaugt, so dass die Außenluft auf ca. 10 - 12 Grad vorerwärmt wird. In der Heizzentrale wird über einen Rotationswärmetauscher die Energie aus der Abluft zu einem großen Teil auf die Zuluft übertragen. Was dann noch fehlt, wird aus einem Pufferspeicher zugeheizt. Dieser Pufferspeicher bezieht seine Energie zum einen aus einer Solaranlage in der Südwand des Pfarrhauses (Fassadenkollektor) und zum anderen aus einem Holzpelletskessel (Pellets = gepresstes Säge-Restholz). Der Glasgang im Süden des Gebäudes dient als Erschließungsgang und der passiven Wärmegewinnung. Die von der Sonne erwärmte Luft wird ebenfalls abgesaugt und gibt ihre Energie über den Wärmetauscher an die Zuluft ab.

PV-Anlage

Seit Ende Dezember 2002 arbeitet sie: unsere Sonnenstromanlage!

Auf dem Dach unserer Kirche sind 52 Module montiert worden, die bei günstigen Bedingungen eine Spitzenleistung von 8,58 KWp erbringen können. Wir konnten damit bisher jährlich ca. 7000 kWh Strom produzieren was in etwa 70% des Strombedarfs des Zentrums entspricht. Wie viel Strom die Anlage erzeugt, können Besucher an der Anzeige im Glasgang unseres Gemeindezentrums ständig ablesen.
Im Dezember 2011konnten wir die Anlage um weitere 10,2 kWp erweitern, so dass wir zukünftig mehr Strom produzieren, als im Gemeindezentrum verbraucht wird.

Mit der Sonnenstromanlage wird das energetische Gesamtkonzept unseres Gemeindezentrum abgerundet: Wir haben weitgehend mit Holz gebaut, heizen mit Erdwärme sowie aktiver und passiver Nutzung der Sonnenenergie und produzieren den Strom selber.
Waltenhofen_PV-Anlage
Finanziert wurden die Anlagen mit Darlehen von Gemeindemitgliedern und engagierten Bürgern sowie einem Zuschuss der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, so dass die Kasse unserer Kirchengemeinde damit nicht belastet wurde. Die Annuitäten für die Darlehen werden aus den Erträgen bezahlt, die wir durch den Verkauf des erzeugten Stroms an das AÜW erzielen.

Kunst

Die Innenansicht der Auferstehungskirche ist geprägt vom Tryptichon (Acryl), das Manfred Mayerle aus München geschaffen hat. Altar und Kanzel stammen von Robert Weber aus München, ebenso das Kreuz.

Kreuz und Kanzel sind so angeordnet, dass der Prediger an der Kanzel unter dem Kreuz und auf dem im Boden eingelassenen Grundstein steht.

Südlich schließt sich an den Kirchenraum eine kleine Taufkapelle an (Lechler, München). Wenn die Sonne in die in blauem Glas gehaltene Ostwand scheint, erstrahlt der Raum in blauen Tönen, schafft so eine Verbindung zur Taufe und sorgt für eine meditative Stimmung.