Gebetsläuten während der Corona-Krise

Wir machen mit beim ökumenischen Gebetsläuten um 17:10 Uhr, das im Anschluss an die Aktion von Antenne Bayern um 17 Uhr stattfindet. Dort wird  die Bayern-Hymne gespielt und ein gemeinsamer Applaus für alle, die bei der Bewältigung der Krise im Einsatz sind, angestimmt . Das gemeinsame Glockengeläut mag uns im Glauben an den Gott, auf den wir gerade in diesen Tagen unsere Hoffnung setzen zusammenführen.   Zugleich läuten die Glocken auch zum Gebet. Wir öffnen bis 18 Uhr unsere Kirchen und sind für jeden da, der ein Gespräch oder auch nur das Gebet sucht, wissend, dass wir zu keiner Versammlung aufrufen, sondern für besondere Notfälle da sein wollen. Aber auch alle, die von zu Hause aus beten, dürfen wissen, dass wir in dieser Stunde für alle beten und dies gemeinsam tun.

Wir beten:

  • für alle, die jetzt Angst und Sorge  um ihre Angehörigen oder auch um sich selbst umtreibt.

  • für alle, die in der Pflege arbeiten, sei es im Krankenhaus oder auch bei Pflegebedürftigen zu Hause.

  • für alle, die in der Politik weitreichende Entscheidungen zu treffen haben.

  • für alle, die jetzt um ihre Existenz bangen müssen

  • für alle Eltern, die jetzt wochenlang ihre Kinder zu Hause beschäftigen müssen.

  • für alle, die Kinderbetreuung übernehmen, sei es beruflich oder privat

  • für alle, die jetzt die Einsamkeit spüren

  • für alle, die keinen Sterbenden nicht mehr besuchen dürfen

  • für alle, die mit Depressionen zu kämpfen haben und für alle, von denen wir ganz persönlich wissen, dass sie jetzt eine schwere Zeit durchmachen, ob das mit Corona zu tun hat oder nicht.

  • für uns alle, dass wir in der Ruhe zu uns selbst finden

  • für die Umwelt, die gerade eine Verschnaufpause machen kann.

  • für uns alle, dass wir Mut und Trost darin finden, füreinander da zu sein

Es ist gut, dass wir gerade in einer österlichen Zeit diese Krise erleben. Mag uns der Gedanke an Ostern, an neues Leben, an die unverbrüchliche Treu Gottes ermutigen, jeden Tag auch mit Dankbarkeit zu erleben. ich glaube, dass es wichtig ist, jeden Tag mit kleinen oder größeren Aufgaben zu füllen. Ob das nun Aufräumen und Sortieren ist oder einfach nur telefonieren. Dieses miteinander Reden, im Kontakt bleiben, sich gegenseitig ermutigen wird uns nochmal ganz neu verbinden und uns Mut machen heute zu leben und keinen allzu großen Spekulationen über die Zukunft anzunehmen, die wir sowieso nicht in der Hand haben und die wir übrigens nie in der Hand haben. Die Zukunft dürfen wir getrost Gott überlassen.